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Das geheime Drama auf dem Dancefloor: Was trennt uns – und was verbindet uns wirklich?

26. Sept.
3 Min. Lesezeit

Hallo und Howdy im Tanzgeflüster! 🫶


Habt ihr auf einem Festival oder beim Training auch schon mal diesen Moment erlebt, wenn sich die Tanzfläche plötzlich in zwei unsichtbare Lager spaltet? Auf der einen Seite die Fraktion „Locker-flockig zu Pop und Country“, auf der anderen Seite die Fraktion „Stiefel, Hut und gesprungene Kicks, als gäbe es kein Morgen“? Willkommen im ewigen, heimlichen Beziehungsdrama der Szene: Classic Style gegen Catalan Style!


Heute möchte ich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen der Line-Dance-Geschichte flüstern. Denn dieser vermeintliche „Glaubenskrieg“ hat eine Vergangenheit, die uns heute eigentlich zum Schmunzeln bringen sollte – und gleichzeitig zum Nachdenken anregt.


Als der Catalan Style die Hüte zurück brachten 🤠


Erinnert ihr euch noch an die Anfänge, als der Catalan Style vor etlichen Jahren über Europa schwappte? Plötzlich kamen da Tänzer – stark geprägt von großen Festivals wie dem legendären Voghera in Italien –, die etwas völlig anderes machten. Sie brachten die pure, raue Country-Musik, die Cowboy-Boots und den Cowboyhut mit voller Wucht zurück in die Szene.

Und wie reagierte die etablierte „Classic“-Welt damals? Sagen wir es mal charmant: Die Begrüßung war nicht gerade die feine englische Art. 😮 Die traditionellen Line Dancer fanden diese wilden, gesprungenen Choreografien, die lauten Stomps und den Kleidungsstil nicht gut - übertrieben, zu laut und zu exklusiv. Man ging sich aus dem Weg. Die „Catalaner“ wurden ausgegrenzt und kleingeredet. Es war ein echtes „Wir gegen Die“. 😢


Und dann wendete sich das Blatt: Der Hype um das „Hallelujah“ 🙏


Aber wie das im Leben so ist: Totgesagte leben länger. Das Blatt wendete sich komplett. Der Catalan Style bekam gigantische Aufmerksamkeit. Plötzlich flogen Choreografien wie Hallelujah um die Welt und zogen die Tänzer reihenweise in ihren Bann. Auf einmal war es die Classic-Fraktion, die neugierig rüber schielte und merkte: „Mensch, das hat aber verdammt viel Energie!“ ⚡Leider hat sich in einigen verstaubten Gehirnen dieses Denken bis heute gehalten: Man tanzt entweder das eine oder das andere. Bloß nicht mischen!


The next Generation: Hauptsache, der Boden bebt!


Zum Glück ist die neue Generation einen Schritt weiter 💃🕺. Wenn ich mir die jungen Choreograph*innen und Tänzer anschaue, sehe ich etwas Wunderschönes: Sie finden wieder an beiden Styles gefallen! Die Grenzen verschwimmen. Es wird ausprobiert, kombiniert und die Vielfalt gefeiert. Alte Classic-Tänze wie z.B. Hold my horses tonight oder auch neue Choreos wie The Sphinx werden von den Catalanern mit ebenso großer Leidenschaft getanzt wie umgekehrt Dixie Girl, Austen oder Tippsy von den Classic-Dancern.


Und genau da möchte ich heute mit euch ansetzen 🫶


Denn wisst ihr, was das Geheimnis ist? Auf der Tanzfläche gibt es kein „Besser“ oder „Schlechter“. Es gibt kein „Richtig“ oder „Falsch“. Es gibt nur Schritte.

Ob du deine Hüfte lieber geschmeidig im Classic-Stil zu einem modernen Pop-Song wiegst ...

oder ob du beim Catalan deine Absätze so fest in den Boden rammst, dass der Wirt im Gasthaus Angst um sein Parkett bekommt...


Am Ende des Abends haben wir alle Blasen an den Füßen, denselben Schweiß auf der Stirn und das exakt gleiche, glückliche Lächeln im Gesicht! Wir teilen die Liebe zur Musik, zur Bewegung und das großartige Gefühl von Gemeinschaft.


Mein Herzenswunsch für unsere Tanzfläche


Line Dance ist bunt 🥰. Es ist Platz für den funkelnden Glitzer-Gürtel genauso wie für die staubige Leder-Weste. Lasst uns auf der Tanzfläche nicht gegeneinander tanzen, sondern miteinander. Jeder Style hat seine eigene Magie, seine eigene Geschichte und seine eigene Berechtigung.

Wenn wir das nächste Mal zusammenstehen, lasst uns die Vielfalt feiern. Denn das Einzige, was auf der Tanzfläche wirklich zählt, ist, dass unsere Herzen im gleichen Takt schlagen!


Und jetzt flüstert mir mal was in die Kommentare:


Zu welcher Fraktion zählt ihr euch? Seid ihr die treuen Classic-Liebhaber, brennt euer Herz für den Catalan-Style – oder seid ihr (so wie ich) einfach verliebt in alles, was uns zum Tanzen bringt?


Traut euch und lasst uns den Blog zum Leben erwecken. Ich bin wahnsinnig gespannt auf eure Gedanken dazu. ❤️


Eure Margit

Never stop dancing!

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