👢 Pause. Zurück. Nochmal. – Wie ein Stepsheet für unser Tanzarchiv entsteht

Kennt ihr das?
Ihr lernt im Training einen neuen Tanz, möchtet zu Hause noch einmal nachschauen und denkt:„Kein Problem. Dafür gibt’s ja das Stepsheet.“
Tja. Manchmal gibt es das. Und manchmal … gibt es einfach gar nichts. 🧐
Gerade bei neuen Catalan-Tänzen passiert mir das immer wieder. Der Tanz ist da, die Musik ist da, irgendwo auf YouTube findet sich sogar ein Video vom Choreographen – aber ein Stepsheet?
Fehlanzeige.
Und dann beginnt für mich eine ganz besondere Form des Line Dance. Sie heißt:
Play – Pause – zurück – Play – Pause – zurück … 😂
🤠 Warum ich mir das eigentlich antue
Auf unserer Seite Louie’s Guide – Stepsheets & Musik versuchen wir, die Tänze, die wir bei den Louisiana Wings tanzen, möglichst aktuell zusammenzustellen.
Und dabei war mir von Anfang an etwas wichtig: Unsere Tanzbeschreibungen sollen für unsere Tänzer verständlich sein.
Denn nicht jeder kommt mit einem englischen Stepsheet problemlos zurecht. Und wenn die Beschreibung dann auf französisch oder spanisch ist, wird aus dem eigentlich bekannten Shuffle plötzlich schon beim Lesen eine kleine Fortbildung.
Deshalb übersetze ich viele Stepsheets ins Deutsche.
Aber was tun, wenn es gar keines gibt? 🤔
🎬 Dann wird YouTube zu meinem Arbeitsplatz
Gerade bei neuen Catalan-Tänzen suche ich nach Videos, in denen möglichst der Choreograph selbst den Tanz auf einem Workshop oder einer Veranstaltung teacht.
Und dann wird geguckt.
Sehr genau geguckt.🧐
Welcher Fuß? Welche Richtung? Gewicht drauf oder nur Touch? War das gerade ein Stomp, ein Scuff oder … was zum Teufel war das? 😫
Video anhalten. Zurückspulen. Noch einmal ansehen.
Und Schritt für Schritt entsteht aus dem Video eine Tanzbeschreibung.
Manchmal geht das erstaunlich flott.
Und manchmal sitze ich vor meinem Bildschirm und möchte dem Choreographen zurufen:
„Könntest du das bitte NOCH EINMAL LANGSAM zeigen?!“ 😂
Aber irgendwann steht es da: das fertige Stepsheet. 📝
Und genau dann weiß ich wieder, warum ich mir die Arbeit mache.
🎶 Und dann wäre da noch die Musik …
Auch die bekommt bei uns ein bisschen Aufmerksamkeit.
Denn Tanzname und Songtitel sind längst nicht immer identisch.
Und spätestens wenn man vor der Musikliste sitzt und denkt:
„Wie hieß denn jetzt noch mal das Lied zu diesem Tanz?“
… weiß man, warum.
Deshalb benennt Bernd die Musik gegebenenfalls so um, dass Tanz und Song leicht zusammenzufinden sind.
Kein großes Hexenwerk – aber eine dieser Kleinigkeiten, die das Üben zu Hause einfach ein bisschen leichter machen.
❤️ Warum sich die Mühe lohnt
Ja, es kostet Zeit.
Manchmal auch Nerven.
Und vermutlich habe ich inzwischen mehr YouTube-Videos in Zeitlupe gesehen, als für einen Menschen gesund sein kann. 😉
Aber wenn jemand nach dem Training zu Hause noch einmal nachschauen kann, einen vergessenen Schritt wiederfindet oder plötzlich denkt:
„Ach soooo war das!“
… dann hat sich jede einzelne Pause-Taste gelohnt.
Denn am Ende geht es gar nicht darum, ein möglichst perfektes Archiv anzulegen.
Es geht darum, Tanzen ein kleines bisschen einfacher zu machen.
Und vielleicht auch darum, dass niemand an einem fremdsprachigen Stepsheet verzweifeln muss, wenn die Füße doch nur tanzen wollen. 👣
👉 Unsere aktuellen Tanzbeschreibungen und die passende Musik findet ihr hier:
Come along on the journeys …
Eure Margit ❤️





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